Lokale Gestaltung sozialer Teilhabe

Hinter dieser etwas spröden Formulierung verbirgt sich ein [neuer Masterstudiengang] der WiSo-Fakultät der Hochschule Osnabrück. Er ist nicht nur für Sozialarbeiter B.A. interessant, sondern wäre auch eine  Zusatzqualifikation für Religionspädagogen, Diakone oder Pastoraltheologen. Ich nehme an der Info-Veranstaltung für Absolventen und Anbieter teil. Es geht um die bedarfsgerechte Gestaltung kommunaler Räume, um Quartiersmanagement, Sozialplanung, Bildungs- oder Familienbüros, Migrationsdienste, Gesundheitsvorsorge. Für Planung, Gründung und Entwicklung von neuen Gemeindeformaten ist eine Sozialraumanalyse von großem Wert. Studenten suchen immer Praxismodelle, wo sie forschen, planen, konzipieren und sowohl strategisch wie fachpolitisch denken und handeln können. Aber auch auf Anbieterseite, für die ich dabei bin, … Lokale Gestaltung sozialer Teilhabe weiterlesen

Versöhnte Vielfalt

Nach 45 Jahren wird es mit dem „Frühling der Kirche“ endlich ernst – in meiner (beschränkten) Perspektive. 1970 beim „Konzil der Jugend“ in Taizé hat mich dies Motiv schon einmal persönlich berührt. Es geht auf eine [Vision PP. Johannes XXIII.] zurück, die er vor der Eröffnung des 2. Vatikanischen Konzils hatte. Vorigen Dienstag (17.11.15)  wurde es mir in meiner Gemeinde noch einmal, aber unter völlig veränderten Umständen, persönlich zugesprochen, als jugendliche Vision für einen in die Jahre gekommenen Träumer: „…jetzt geschieht, was durch den Propheten Joël (3, 1) gesagt worden ist: In den letzten Tagen wird es geschehen, so spricht … Versöhnte Vielfalt weiterlesen

Türen öffnen – eine neue Etappe

[17.11.2015] Nicht nur wegen der bevorstehenden Adventszeit 2015 ein passendes Motiv. Vor einem Jahr war ich das erste Mal in mittlerweile „meiner“ freikirchlichen Gemeinde [Mülheimer Verband], und es ging sofort [mit Praxis] los. Heute war „Prayday“ der [SMD] für die Schulen in meiner Stadt, hervorragend und professionell von einigen Youngsters vorbereitet und in meiner Gemeinde durchgeführt. Viel Lobpreis, viel Gebet und anderes nach Art der Thomasmessen und Nightfever, auch seelsorgerliches Gebet auf Augenhöhe. Schon einmal durfte ich eine verändernde Erfahrung helfenden Gebets durch sehr viel Jüngere machen, und ich verspürte den Impuls, mich mit dem jugendlichen Leiter des Abends zum … Türen öffnen – eine neue Etappe weiterlesen

„Wie charismatisch ist noch nüchtern?“

Die Evangelische Allianz lädt alljährlich ihre Ehrenamtlichen zu einem Dankeschönabend mit gutem Essen und Workshop-Gesprächen ein. Ich habe (wie auch einige andere) einen Nachtisch mitgebracht und helfe ein wenig in der Küche. Beim Workshop, den ich mir ausgesucht habe, erzählen wir einander, wie wir das Wirken des Heiligen Geistes in unserem Leben und bei unseren Engagements erleben. Der Pastor der Baptistengemeinde beeindruckt mich mit seiner charismatischen Art, Seelsorge zu betreiben. Es gibt einen bundesweiten Arbeitszweig der „Charismatischen Gemeinde-Erneuerung im Bund evangelisch-freikirchlicher Gemeinden“ (CGE im BEFG), auch in der hiesigen Gemeinde. Andere Workshop-Gesprächspartner konfrontieren mich eher mit ihrer Sicherheit, dass Jesus … „Wie charismatisch ist noch nüchtern?“ weiterlesen

„Schmidt Schnauze“

„Die Katastrophe der Nazidiktatur fing in den 20-er Jahren an mit dem Untergang der politischen Vernunft“ sagte er sinngemäß in einer Talkshow. Die Parallelen zu den Tausenden, die in diesen Tagen den nationalistischen Rattenfängern in Dresden und anderswo hinterherlaufen, sind für mich unverkennbar. Meine Mutter ist mit [Helmut Schmidt im selben Stadtteil] geboren und aufgewachsen („Barmbek-basch“ sagt man in Hamburg zu den Barmbekern, die sich nicht so leicht verbiegen lassen). Schmidt war ein Jahr jünger als sie. Als Butenhamburger bin ich traurig und dankbar. Helmut Schmidt hat seine Bindung an die ev.-luth. Kirche immer öffentlich bekannt, aber bedingt durch seine … „Schmidt Schnauze“ weiterlesen

„Leadership live“ 1. Teil

Heute haben [drei Tage Weiterbildung] begonnen. Ich freue mich, eine Dozentin [aus meinem letzten Studium] wiederzusehen. Leitungsverantwortung wird stärker zum Thema für mich, als ich es in meinem Beruf erlebt habe. Klar ist: Es muss unbedingt professionell sein. Darum hatte ich dieses Studium noch berufsbegleitend gemacht, und in meinem bisherigen Arbeitsbereich gibt es mittlerweile offene Stellen dafür („Pastorale Koordination“). Nun aber kann ich mich im neuen „Netzwerk Quartier“ für meinen Stadtteil kompetent engagieren und die kirchlichen Aufgaben dabei forcieren. Der erste halbe Tag diente dem gegenseitigen Kennenlernen, denn alle Teilnehmer/innen kommen aus verschiedenen beruflichen Kontexten und Altersgruppen. Einige sind aktive … „Leadership live“ 1. Teil weiterlesen

Martin Luther geht nach Fulda

und sucht noch rechtzeitig vor dem Reformationstag 2015 die dort versammelten deutschen katholischen Bischöfe heim. Deren Ausführungen zum gemeinsamen Priestertum aller Gläubigen und zum Dienstcharakter der kirchl. Weiheämter lesen sich in der 100. Verlautbarung der Bischofskonferenz vom September 2015 in [„Gemeinsam Kirche sein”], nach dem dreijährigen Dialogprozess mit den kirchlichen Gremien, fast wie eine protestantische Streitschrift „wider die ewig Gestrigen“. Diese werden die bischöflichen Ideen nicht mögen, weil sie mit dem traditionellen Klerikalismus brechen und zu einer charismatischen Kirche einladen, ganz im Sinne der [„Regierungserklärung“ von 2013] und dem Führungsstil ihres Bischofskollegen in Rom. Ja, spätestens jetzt, nach 498 Jahren, … Martin Luther geht nach Fulda weiterlesen