Mein Fazit 2015–2016

Heute ist der letzte Tag meines „freiwilligen Jahres“! Danke Gott, danke dem Mülheimer Verband, danke der Andreas-Gemeinde Osnabrück, in der ich viele neue Freunde finden durfte, danke der Gemeindeleitung, die dieses etwas unkonventionelle Projekt ermöglicht hat! Danke aber auch meinem bisherigen Arbeitgeber, dem Bistum Osnabrück, der mich ermutigt hat, im „Jahr des Zu-Atem-Kommens“ nicht nur Pause zu machen, sondern wie im Buch Josua schon Kundschafter zu sein in einer Gemeinde und Kirche, die es geschafft hat, aus der Talsole der 80-er Jahre herauszufinden und die seitdem mit der Hilfe Gottes in eine Phase des Neuanfangs und stetigen Wachstums eingetreten ist. … Mein Fazit 2015–2016 weiterlesen

Ein neues Pfingsten

Pfingsten ist heute, jetzt! Nicht nur eine historische Reminiszenz an ein ziemlich chaotisches Ereignis mit unvorhersehbaren Folgen vor ca. 2016 Jahren. „Ein neues Pfingsten der Kirche – der Weg des Glaubens und die Grundaufgabe der Seelsorge“ so hieß meine erste Diplomarbeit über die Möglichkeiten, die Impulse der Pfingstbewegung in einer katholischen Kirchengemeinde zu realisieren. 23 Jahre später habe ich unter dem Titel „Auf dem Weg zur missionarischen Gemeinde“ exemplarisch drei Pfarreifusionen im Bistum Münster für meine Masterarbeit in „Nonprofit-Management and Administration (MNA)“ untersucht, die ganz unterschiedlich verlaufen sind. Es sind Prozesse! Der Wegcharakter ist ganz deutlich, sowohl für die Glaubensentwicklung … Ein neues Pfingsten weiterlesen

Zentrum für Gebet und Evangelisation

Die (katholische) Kirche in Deutschland steht vor einem Prozess des Change-Managements, dessen Brisanz drei Jahre nach „Evangelii Gaudium“ auf den Leitungsetagen und in den Gremien vielerorts immer noch nicht begriffen wird. In den Bistümern und Landeskirchen werden  Strukturen lediglich angepasst, durch Fusionen zu Mega-Pfarreien und -Kirchengemeinden. In einigen werden neue Leitungsmodelle (mit sog. „Laien“ nach Can. 517 §2 CIC) eingeführt. Alles Maßnahmen „top down“, vom mehr oder weniger „grünen Tisch“. Das hat – verbunden mit traditioneller Priester- und Pastorenzentriertheit – viel Unverständnis an der Gemeindebasis zur Folge, und teilweise lange schwelende Konflikte um geografische und finanzielle Probleme, die Erneuerungsprozesse blockieren. … Zentrum für Gebet und Evangelisation weiterlesen

Wir sind eine der ersten Gemeinden in Deutschland, die diese Aktion durchführt. Was mir bei der Vorbereitung klar wird: Bekehrung ist nicht nur eine seelisch-geistliche Angelegenheit, sondern umfasst den ganzen Menschen. Dazu gehört auch die Art und Weise, wie ich … weiterlesen

Meine Basics

Nach meiner konfessionell-pastoralen Standort-Vergewisserung (siehe unten Punkt 4), aber noch vor dem Abschluss meiner Leiterfortbildungen und dem noch nicht ganz vollständigen Berufungs-Check fasse ich die Basics dieses Jahres als Volunteer in einer Gemeinde des evangelikal-charismatischen Mülheimer Verbands zusammen: 1. Programm Auslöser für meinen Neuanfang ist der Masterplan von PP. Franziskus [„Evangelii Gaudium“], von dessen Nr. 3 ich mich [persönlich betroffen] sehe und die nicht nur Pflicht-Lektüre für alle pastoral Interessierten ist, sondern auch Einladung, Bekehrung konkret zu vollziehen, und zwar „noch heute“, also bis 24:00 Uhr! Evangelisierung ist die Grundidentität jeglichen kirchlichen Handelns. Das kann man in „Evangelii Nuntiandi“ von … Meine Basics weiterlesen

Bergoglios Garage

Evangelisation hat etwas mit Verkündigung, Bekehrung und Glaubenswachstum zu tun, was eine Eucharistiefeier von 45 Min. hoffnungslos überfordert, wiewohl die Kernelemente durchaus in ihr vorkommen (Lesungen, Bekenntnis, Kommunion). Hören und Bedenken der Gegenwart Gottes in seinem Wort, und „Inkarnation Jesu durch den Heiligen Geist“ in der Kommunion und die Aussendung in den lokalen Kontext (darum die Bezeichnung „heilige Messe“ vom lateinischen „ite, missa est“ – „geht hin, es ist Aussendung“) erfordert nicht nur eine nachhaltige Alltagspraxis, sondern auch kontinuierliche Vorbereitung und Bereitschaft zur Weiterentwicklung, zum Wachstum im Glauben. Auch das ist neben Eucharistie-/Abendmahlsfeiern mit ein- bis zweimaligem Sakramentenkatechese- oder Konfi-Kurs … Bergoglios Garage weiterlesen

Eucharistie-Inflation

Das klingt erst einmal negativ. Ein Zuviel an Eucharistie? Kann es das geben? Wie komme ich zu dieser Einschätzung? „Eucharistie“ heißt übersetzt „Gnadenfreude“ und meint die dankbare Feier der Gnade, die Gott uns Menschen schenkt, wenn wir seine Gegenwart in Wort und Zeichen feiern und er uns geistliche Gaben anvertraut. Näherhin ist damit (in evangelischer Terminologie) die Feier des Abendmahles gemeint. Katholischerseits hat sich die Bezeichnung „Eucharistiefeier“ nie richtig durchgesetzt. Volkstümlich heißt es immer noch „heilige Messe“ im Unterschied zur „Wortgottesfeier“, die, weil ohne Abendmahl, ein Schattendasein führt, auch in ihrer spirituellen Wertschätzung. Noch… Die Feier der Eucharistie, die hl. … Eucharistie-Inflation weiterlesen

charismatisch

„Weg von einer nur aufgabenorientierten hin zu einer gabenorientierten Pastoral“, fordert die Bistumsleitung 50 Jahre nach dem 2. Vatikanischen Konzil, [ausführlich hier]. Das erfordert nicht nur einen „milden Perspektivwechsel“, sondern gem. Evangelii Gaudium eine „conversión“ – Bekehrung, Kehrtwende, auch wenn sich im Kirchenvolk Ignoranz oder Gegenwehr breitmacht. Gabenorientierung ohne Wiederentdecken der neutestamentlichen Charismen aus Röm. und 1. Kor. 12 wird eine Sprechblase bleiben. Welche Gemeinde hat ein praktikables Konzept, um diese Kehrtwende ihrer Pastoral auch wirklich zu vollziehen, jetzt? Es gibt sie längst. Aus der [Willow-Creek-Community] kommt z. B. das D.I.E.N.S.T.-Seminar, dessen Professionalität mit dem im Unternehmensmanagement verbreiteten DISG-Persönlichkeitstest ich … charismatisch weiterlesen

Machet die Tore weit!

öffnen – hindurchgehen – sich verwandeln Geschenk annehmen – weiterschenken „Durch diese Pforte einzutreten bedeutet, die Tiefe der Barmherzigkeit des Vaters zu entdecken, der alle aufnimmt und jedem persönlich entgegengeht. … Wieviel Unrecht wird Gott und seiner Gnade getan, wenn man vor allem behauptet, dass die Sünden durch sein Gericht bestraft werden, anstatt allem voranzustellen, dass sie von seiner Barmherzigkeit vergeben werden (vgl. Augustinus, De praedestinatione sanctorum 12,24)! Ja, genauso ist es. Wir müssen die Barmherzigkeit dem Gericht voranstellen, und in jedem Fall wird das Gericht Gottes immer im Licht seiner Barmherzigkeit stehen. … Lassen wir jede Form von Angst … Machet die Tore weit! weiterlesen

evangelikal?

Wie ergeht es mir als katholischer Volunteer in einer evangelikalen Gemeinde? Ich versuche mal, meinen Standort zu beschreiben: „Evangelikal“ ist keine Konfessionsbezeichnung. Den Begriff gar mit Fundamentalismus gleichzusetzen, ist ein Zerrbild, das es abzubauen gilt. Evangelikal sind Gemeinden (meist Freikirchen) und landeskirchl. Gemeinschaften, die in der [Evangelischen Allianz] miteinander kooperieren. Das liest sich in deren Selbstverständnis so: „Wir wollen die geistliche Einheit aller, die von Herzen an Jesus Christus glauben, bewusst machen. Wir ermutigen und helfen zu gemeinsamem Gebet und zu gemeinsamen evangelistischen, seelsorgerlichen und diakonischen Aufgaben.“ „Von Herzen an Jesus glauben“ ist der Schlüsselbegriff. Er meint dabei weniger das … evangelikal? weiterlesen

Wort in Gottes Ohr

Gerade arbeite ich am begrifflichen Verhältnis von „katholisch“ und „evangelikal“, da flattert mir die kath. Kirchenzeitung Nr. 49 vom kommenden Wochenende 2. Advent 2015 auf den Tisch, deren Stammteil in Aachen, Berlin, Dresden-Meißen, Erfurt, Görlitz, Magdeburg, Fulda, Hamburg, Hildesheim, Limburg, Mainz und Osnabrück erscheint, also in ganz Nordostdeutschland. Wie der stellv. Chefredakteur bin auch ich der Meinung, dass nicht der Papst die Kirche reformieren kann. Der Geist Gottes ist es, der Erneuerung schafft. Die entscheidenden „Nägel mit Köpfen“ müssen an der vielbeschworenen „Basis“ gemacht werden. Impulse aus Rom und der Bischofskonferenz gibt es mittlerweile mehr als genug. Die aktuelle Verlautbarung … Wort in Gottes Ohr weiterlesen

Offenbarung 3, 8

Nach einem Tag [zu Atem kommen] gibt’s heute den passenden Losungs-Lehrtext: Christus spricht: Siehe, ich habe vor dir eine Tür aufgetan und niemand kann sie zuschließen; denn du hast eine kleine Kraft und hast mein Wort bewahrt und hast meinen Namen nicht verleugnet. Das Buch der Offenbarung lesen wir gerade im Hauskreis. Die Sache mit der „Action-Gemeinde Ephesus“ und der „ersten Liebe“ ist auch nicht schlecht. Entfache die Gnade Gottes wieder neu, die dir durch die Auflegung meiner Hände zuteil geworden ist. Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und … Offenbarung 3, 8 weiterlesen