100. Katholikentag

Im Katholikentagsrückblick der kath. Bistumszeitung „Tag des Herrn“ heißt es: Es ist eher unwahrscheinlich, dass die kath. Kirche in Deutschland auf Wachstumskurs geht. Das sehe ich auch so. Aber ebenso unannehmbar ist es für mich! Wenn wir nicht auf Wachstumskurs umschwenken, haben wir unsere biblische Legitimation verraten. Der Missionsauftrag Jesu spricht von der Jüngerschaft „aller Völker … bis an die Enden der Erde.“ (Mt. 28, 19; Apg. 1, 8). Er sagt nicht: „Richtet Euch darauf ein, als eine Gruppe neben vielen anderen in der Gesellschaft zu existieren und diese Gesellschaft – auch im Blick auf den Wertekanon – mitzugestalten.“ (Matthias … 100. Katholikentag weiterlesen

Am Anfang steht das Chaos…

So stelle ich mir in sieben Schritten nach menschlichem Ermessen und Grundlagen der Organisationsentwicklung den Neuanfang einer 24/7-Gebetsinitiative vor: 1. Gut vernetzen: Was gibt es alles schon an regelmäßigen und offenen Gebetszeiten? Bei allen (wirklich allen!) Gemeinden, Konfessionen, Klöstern und Gemeinschaften nachfragen. Besonders Katholiken kennen Zeiten bzw. Orte sogenannter „stiller Anbetung“. Sich gegenseitig wahrnehmen, respektieren, mitbeten, und für die ganze charismatische Palette von Gebetsformen öffnen. 2. Der wichtigste Schritt: Unterstützer sammeln und einfach mit Beten anfangen! Egal wo. Vielleicht liegt die Prioriät bei Euch auf „mitten in der City“? Oder bei einem kirchlich eher ungewöhnlichen Ort (Gastronomie, Schule/Uni, Ladenlokal, Tatoo-Studio … Am Anfang steht das Chaos… weiterlesen

Mein freiwilliges Jahr als Volunteer beschert mir unglaubliche Highlights der „ersten Male“… Das [erste Mal in Rom]. Das erste Mal konkrete Leiterschulung, [kirchlich] und [weltlich]. Das erste Mal [charismatischer Kongress]. Nun das erste Mal [Willow-Creek-Leitungskongress] mit dem Seminartag von [fresh-X] … weiterlesen

Bergoglios Garage

Evangelisation hat etwas mit Verkündigung, Bekehrung und Glaubenswachstum zu tun, was eine Eucharistiefeier von 45 Min. hoffnungslos überfordert, wiewohl die Kernelemente durchaus in ihr vorkommen (Lesungen, Bekenntnis, Kommunion). Hören und Bedenken der Gegenwart Gottes in seinem Wort, und „Inkarnation Jesu durch den Heiligen Geist“ in der Kommunion und die Aussendung in den lokalen Kontext (darum die Bezeichnung „heilige Messe“ vom lateinischen „ite, missa est“ – „geht hin, es ist Aussendung“) erfordert nicht nur eine nachhaltige Alltagspraxis, sondern auch kontinuierliche Vorbereitung und Bereitschaft zur Weiterentwicklung, zum Wachstum im Glauben. Auch das ist neben Eucharistie-/Abendmahlsfeiern mit ein- bis zweimaligem Sakramentenkatechese- oder Konfi-Kurs … Bergoglios Garage weiterlesen

neo-charismatisch?

Dass es bei der Wiederentdeckung der charismatischen Dimension von Kirche und Christsein nicht um den Rückzug in fromme Zirkel zur Pflege seltsamer Frömmigkeitsübungen gehen kann, habe ich in den vorigen Blogs ja schon ausführlich dargestellt. Das neue evangelikale Profil der Theologie besteht aus den zwei Brennpunkten einer Ellipse: Inkarnation („eingefleischt sein“) Jesu durch den Heiligen Geist ins Heute von Christen, und: „Gott und den Menschen zugewandt“ zur Transformation der Gesellschaft. Ein neues charismatisches Profil von Kirche bzw. Gemeinde checkt die Gaben und Potentiale der Persönlichkeiten von Christen und macht sie fruchtbar für Gemeindeaufbau und -entwicklung. Richtwerte sind die Charismenkataloge der … neo-charismatisch? weiterlesen

Lokale Gestaltung sozialer Teilhabe

Hinter dieser etwas spröden Formulierung verbirgt sich ein [neuer Masterstudiengang] der WiSo-Fakultät der Hochschule Osnabrück. Er ist nicht nur für Sozialarbeiter B.A. interessant, sondern wäre auch eine  Zusatzqualifikation für Religionspädagogen, Diakone oder Pastoraltheologen. Ich nehme an der Info-Veranstaltung für Absolventen und Anbieter teil. Es geht um die bedarfsgerechte Gestaltung kommunaler Räume, um Quartiersmanagement, Sozialplanung, Bildungs- oder Familienbüros, Migrationsdienste, Gesundheitsvorsorge. Für Planung, Gründung und Entwicklung von neuen Gemeindeformaten ist eine Sozialraumanalyse von großem Wert. Studenten suchen immer Praxismodelle, wo sie forschen, planen, konzipieren und sowohl strategisch wie fachpolitisch denken und handeln können. Aber auch auf Anbieterseite, für die ich dabei bin, … Lokale Gestaltung sozialer Teilhabe weiterlesen

Versöhnte Vielfalt

Nach 45 Jahren wird es mit dem „Frühling der Kirche“ endlich ernst – in meiner (beschränkten) Perspektive. 1970 beim „Konzil der Jugend“ in Taizé hat mich dies Motiv schon einmal persönlich berührt. Es geht auf eine [Vision PP. Johannes XXIII.] zurück, die er vor der Eröffnung des 2. Vatikanischen Konzils hatte. Vorigen Dienstag (17.11.15)  wurde es mir in meiner Gemeinde noch einmal, aber unter völlig veränderten Umständen, persönlich zugesprochen, als jugendliche Vision für einen in die Jahre gekommenen Träumer: „…jetzt geschieht, was durch den Propheten Joël (3, 1) gesagt worden ist: In den letzten Tagen wird es geschehen, so spricht … Versöhnte Vielfalt weiterlesen

„Die Ortsgemeinde ist die Hoffnung der Welt“

Morgen endet die 1. Phase des Frühbucherrabatts!

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Und einen Tag vorher (10.02.2016, 10–17 Uhr): „„Die Ortsgemeinde ist die Hoffnung der Welt““ weiterlesen

Kirche wie Jesus sie möchte

„Geschwisterliche Gastfreundschaft ist das beste Zeugnis für das Verhältnis zum Vater“, sagt PP. Franziskus in der [Sonntagsmesse vom 12.07.2015 in Asunción/Paraguay zu Mk. 6, 7-13]. Er schreibt uns ein Charisma ins Stammbuch, das nicht nur jede/r persönlich anwenden kann, sondern das bis in unser konfessionelles Miteinander hineinreichen muss: „Wie oft denken wir an die Mission auf der Grundlage von Projekten und Programmen! Wie oft stellen wir uns die Evangelisierung in Verbindung mit tausend Strategien, Taktiken, Manövern, Kniffen vor und meinen, dass die Leute sich aufgrund unserer Argumente bekehren. Heute sagt es uns der Herr ganz klar: In der Logik des … Kirche wie Jesus sie möchte weiterlesen

Ein schmaler Grat?

In der FAZ von heute (Datum s. links) wird der Briefwechsel zwischen den Leitern der EKD und der kath. Bischofskonferenz über das Lutherjahr 2017 (500 Jahre Reformation) kommentiert (auf S. 4+8). Ich stimme Heinrich Bedford-Strohm zu, der „eigentlich ein Christus-Jahr“ gefeiert sehen möchte. Sowohl evangelischer- wie auch katholischerseits haben wir heute für die Plausibilität des christlichen Glaubens überhaupt zu kämpfen. „Ein schmaler Grat?“ weiterlesen

Meine fresh-X

Nein, es ist nicht der „Berg der Verklärung“, auf dem alles in rosigem Licht leuchtet, der mich zu meinem Entschluss geführt hat. Beim Auswertungsgespräch nach dem [Charismen-Seminar] sagte mir der Pastor: „Glaube nicht, dass bei uns alles Friede-Freude-Eierkuchen ist. Du wirst auch die Kehrseite der Medaille sehen und an unsere dunklen Seiten kommen.“ Ich finde dies sehr ehrlich. Aber meine selbst verordnete „Probezeit“ während des [Ostergartens] ist halt sehr positiv verlaufen „Meine fresh-X“ weiterlesen