Ein neues Pfingsten

Pfingsten ist heute, jetzt! Nicht nur eine historische Reminiszenz an ein ziemlich chaotisches Ereignis mit unvorhersehbaren Folgen vor ca. 2016 Jahren. „Ein neues Pfingsten der Kirche – der Weg des Glaubens und die Grundaufgabe der Seelsorge“ so hieß meine erste Diplomarbeit über die Möglichkeiten, die Impulse der Pfingstbewegung in einer katholischen Kirchengemeinde zu realisieren. 23 Jahre später habe ich unter dem Titel „Auf dem Weg zur missionarischen Gemeinde“ exemplarisch drei Pfarreifusionen im Bistum Münster für meine Masterarbeit in „Nonprofit-Management and Administration (MNA)“ untersucht, die ganz unterschiedlich verlaufen sind. Es sind Prozesse! Der Wegcharakter ist ganz deutlich, sowohl für die Glaubensentwicklung … Ein neues Pfingsten weiterlesen

Am Anfang steht das Chaos…

So stelle ich mir in sieben Schritten nach menschlichem Ermessen und Grundlagen der Organisationsentwicklung den Neuanfang einer 24/7-Gebetsinitiative vor: 1. Gut vernetzen: Was gibt es alles schon an regelmäßigen und offenen Gebetszeiten? Bei allen (wirklich allen!) Gemeinden, Konfessionen, Klöstern und Gemeinschaften nachfragen. Besonders Katholiken kennen Zeiten bzw. Orte sogenannter „stiller Anbetung“. Sich gegenseitig wahrnehmen, respektieren, mitbeten, und für die ganze charismatische Palette von Gebetsformen öffnen. 2. Der wichtigste Schritt: Unterstützer sammeln und einfach mit Beten anfangen! Egal wo. Vielleicht liegt die Prioriät bei Euch auf „mitten in der City“? Oder bei einem kirchlich eher ungewöhnlichen Ort (Gastronomie, Schule/Uni, Ladenlokal, Tatoo-Studio … Am Anfang steht das Chaos… weiterlesen

Zentrum für Gebet und Evangelisation

Die (katholische) Kirche in Deutschland steht vor einem Prozess des Change-Managements, dessen Brisanz drei Jahre nach „Evangelii Gaudium“ auf den Leitungsetagen und in den Gremien vielerorts immer noch nicht begriffen wird. In den Bistümern und Landeskirchen werden  Strukturen lediglich angepasst, durch Fusionen zu Mega-Pfarreien und -Kirchengemeinden. In einigen werden neue Leitungsmodelle (mit sog. „Laien“ nach Can. 517 §2 CIC) eingeführt. Alles Maßnahmen „top down“, vom mehr oder weniger „grünen Tisch“. Das hat – verbunden mit traditioneller Priester- und Pastorenzentriertheit – viel Unverständnis an der Gemeindebasis zur Folge, und teilweise lange schwelende Konflikte um geografische und finanzielle Probleme, die Erneuerungsprozesse blockieren. … Zentrum für Gebet und Evangelisation weiterlesen

Und jetzt geh!

Der Arbeitskreis „Geistliche Gemeinde-Entwicklung“ des bischöfl. Seelsorgeamtes Osnabrück hat zum [Start-up] eingeladen. „Eine andere Kirche gesucht“ heißt es zeitgleich in der nordostdeutschen Kirchenzeitung (Nr. 10 v. 06.03.2016) auf der Titelseite zum spektakulären [Ausstieg von Thomas Frings] als kath. Pfarrer in Münster. Die Phase der Perspektivlosigkeit ist bei uns vorbei. Das Bistum Osnabrück legt allen Interessierten an einer „anderen“ katholischen Kirche eine Erneuerungs-Strategie vor, mit drei aufeinanderfolgenden Workshops für Pastoralteam- und Gremienmitglieder. Der Workshopkalender bis 2019 liegt fest. Das Priesterseminar geht über die Grenzen seiner Kapazitäten hinaus, so groß ist der Andrang bei diesem recht kurzfristig anberaumten Infotag, und im April … Und jetzt geh! weiterlesen

„Leadership live“ 2. Teil

Im Zentrum des [1. Teils] stand ein Planspiel mit vielen Rollen verschiedener Leitungsfunktionen. Im Abstand von drei Monaten haben wir die damals aufgetretenen Probleme gemeinsam erinnert und nochmals ausführlich unter die Lupe genommen, besonders die Stellen, wo die Seminarleitung ihr professionelles „Stop“ gerufen hatte, wenn wir uns im Planspielkomplex verfranzt hatten. Die hohe Kür einer sich selbst steuernden Gruppe (dieses Ziel ist gar nicht für alle und jede Situation erstrebenswert!) ist besonders unter dem Focus der Rollendifferenzierung Rollenbalance (Kommunikation auf Augenhöhe) und Rollenklärung zu analysieren, um zu befriedigenden Ergebnissen zu kommen. Das bekannte Bild des „Eisbergs“, bei dem 1/5 sichtbar … „Leadership live“ 2. Teil weiterlesen

Was nehme ich mit nach Hause?

Die [ersten Eindrücke] sind verdaut, die ersten Erfahrungen ausgetauscht. Was nehme ich vom vom [Willow-Leitungskongress 2016] und dem einleitenden Seminartag von „[Fresh eXpressions Of Church]“ mit nach Hause? Für meine Gemeinde war es absolut wertvoll, dass die komplette neue Gemeindeleitung und noch einige weitere Gemeindemitglieder dabei waren. Unsere Tochtergemeinde war sogar mit einer 20-er-Crew vertreten. Die haben jetzt viele Leute, die der Gemeindeleitung auf die Finger sehen können! Aber auch für mich selbst gab es neue Perspektiven oder Vertiefungen von bereits Gelerntem. Die Vorträge von Bill Hybels über die Hinter- und bisweilen auch Abgründe in der Wahrnehmung von Leitung gingen … Was nehme ich mit nach Hause? weiterlesen

Mein freiwilliges Jahr als Volunteer beschert mir unglaubliche Highlights der „ersten Male“… Das [erste Mal in Rom]. Das erste Mal konkrete Leiterschulung, [kirchlich] und [weltlich]. Das erste Mal [charismatischer Kongress]. Nun das erste Mal [Willow-Creek-Leitungskongress] mit dem Seminartag von [fresh-X] … weiterlesen

charismatisch

„Weg von einer nur aufgabenorientierten hin zu einer gabenorientierten Pastoral“, fordert die Bistumsleitung 50 Jahre nach dem 2. Vatikanischen Konzil, [ausführlich hier]. Das erfordert nicht nur einen „milden Perspektivwechsel“, sondern gem. Evangelii Gaudium eine „conversión“ – Bekehrung, Kehrtwende, auch wenn sich im Kirchenvolk Ignoranz oder Gegenwehr breitmacht. Gabenorientierung ohne Wiederentdecken der neutestamentlichen Charismen aus Röm. und 1. Kor. 12 wird eine Sprechblase bleiben. Welche Gemeinde hat ein praktikables Konzept, um diese Kehrtwende ihrer Pastoral auch wirklich zu vollziehen, jetzt? Es gibt sie längst. Aus der [Willow-Creek-Community] kommt z. B. das D.I.E.N.S.T.-Seminar, dessen Professionalität mit dem im Unternehmensmanagement verbreiteten DISG-Persönlichkeitstest ich … charismatisch weiterlesen

Wort in Gottes Ohr

Gerade arbeite ich am begrifflichen Verhältnis von „katholisch“ und „evangelikal“, da flattert mir die kath. Kirchenzeitung Nr. 49 vom kommenden Wochenende 2. Advent 2015 auf den Tisch, deren Stammteil in Aachen, Berlin, Dresden-Meißen, Erfurt, Görlitz, Magdeburg, Fulda, Hamburg, Hildesheim, Limburg, Mainz und Osnabrück erscheint, also in ganz Nordostdeutschland. Wie der stellv. Chefredakteur bin auch ich der Meinung, dass nicht der Papst die Kirche reformieren kann. Der Geist Gottes ist es, der Erneuerung schafft. Die entscheidenden „Nägel mit Köpfen“ müssen an der vielbeschworenen „Basis“ gemacht werden. Impulse aus Rom und der Bischofskonferenz gibt es mittlerweile mehr als genug. Die aktuelle Verlautbarung … Wort in Gottes Ohr weiterlesen

Lokale Gestaltung sozialer Teilhabe

Hinter dieser etwas spröden Formulierung verbirgt sich ein [neuer Masterstudiengang] der WiSo-Fakultät der Hochschule Osnabrück. Er ist nicht nur für Sozialarbeiter B.A. interessant, sondern wäre auch eine  Zusatzqualifikation für Religionspädagogen, Diakone oder Pastoraltheologen. Ich nehme an der Info-Veranstaltung für Absolventen und Anbieter teil. Es geht um die bedarfsgerechte Gestaltung kommunaler Räume, um Quartiersmanagement, Sozialplanung, Bildungs- oder Familienbüros, Migrationsdienste, Gesundheitsvorsorge. Für Planung, Gründung und Entwicklung von neuen Gemeindeformaten ist eine Sozialraumanalyse von großem Wert. Studenten suchen immer Praxismodelle, wo sie forschen, planen, konzipieren und sowohl strategisch wie fachpolitisch denken und handeln können. Aber auch auf Anbieterseite, für die ich dabei bin, … Lokale Gestaltung sozialer Teilhabe weiterlesen

Türen öffnen – eine neue Etappe

[17.11.2015] Nicht nur wegen der bevorstehenden Adventszeit 2015 ein passendes Motiv. Vor einem Jahr war ich das erste Mal in mittlerweile „meiner“ freikirchlichen Gemeinde [Mülheimer Verband], und es ging sofort [mit Praxis] los. Heute war „Prayday“ der [SMD] für die Schulen in meiner Stadt, hervorragend und professionell von einigen Youngsters vorbereitet und in meiner Gemeinde durchgeführt. Viel Lobpreis, viel Gebet und anderes nach Art der Thomasmessen und Nightfever, auch seelsorgerliches Gebet auf Augenhöhe. Schon einmal durfte ich eine verändernde Erfahrung helfenden Gebets durch sehr viel Jüngere machen, und ich verspürte den Impuls, mich mit dem jugendlichen Leiter des Abends zum … Türen öffnen – eine neue Etappe weiterlesen